Am 14. August wurde das Oppositionsmitglied George Chisanga während einer Sicherheitsoperation auf einem Grundstück festgenommen, das mit dem Oppositionspräsidentschaftskandidaten Brian Mundubile in Kabulonga, einem Stadtteil von Lusaka, in Verbindung steht. George Chisanga, Mitglied der politischen Partei Tonse-Pamodzi Alliance, wurde zusammen mit zwei Mitgliedern einer anderen Oppositionspartei, der National Reconciliation Party for Unity and Prosperity (NRPUP), festgenommen. Während derselben Sicherheitsoperation wurde der ehemalige Minister und NRPUP-Mitglied Mutotwe Kafwaya tödlich angeschossen. George Chisanga wird derzeit ohne Anklage im Hochsicherheitsgefängnis von Kabwe festgehalten. Die sambischen Behörden müssen ihn umgehend freilassen, da er offenbar ausschließlich wegen der friedlichen Ausübung seiner Menschenrechte inhaftiert ist.
Es gibt von amnesty international eine Urgent Action, auf Englisch hier zu finden. Die Kogruppe hat auch einen Musterbrief erstellt. Bitte schreibt bis spätestens 08. Februar 2027.
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ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN
Am 14. August durchsuchten die sambischen Behörden ein Grundstück in Kabulonga, einem Stadtteil der Hauptstadt Lusaka, das mit einem Mitglied der politischen Opposition in Verbindung steht. Die Behörden bezeichneten die Aktion als „Sicherheitsoperation“ gegen einen angeblichen Aufstandsplan. Während der Operation wurden vier Personen festgenommen, darunter George Chisanga von der Tonse-Pamodzi Alliance sowie weitere Mitglieder der NRPUP. Mutotwe Kafwaya, ebenfalls Mitglied der Tonse-Pamodzi Alliance, die die NRPUP unterstützt, wurde dabei nach Augenzeugenberichten zweimal von staatlichen Sicherheitskräften angeschossen. Sein Schicksal und sein Aufenthaltsort blieben zunächst unbekannt, bis die Behörden fünf Tage später, am 19. August, seinen Tod bekannt gaben.
Die Razzia in Kabulonga fand vor dem Hintergrund einer allgemeinen Einschränkung des zivilgesellschaftlichen Handlungsspielraums sowie eines verstärkten Vorgehens gegen Oppositionsmitglieder vor, während und nach den sambischen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2026 statt. Zwischen Ende Juli und Mitte August wurden mehrere Oppositionspolitikerinnen und Unterstützerinnen, darunter Kennedy Kamba, Harry (Valden) Findlay, Moses Ng’andwe, Felix Mangani Phiri, Winston Ngosa und Sebastian Kopulande, bei verschiedenen Polizeieinsätzen in Lusaka festgenommen. Die Polizei erklärte, einige der Verdächtigen seien bereits seit Jahren Gegenstand von Ermittlungen. Dennoch erfolgten die Festnahmen ausgerechnet während des Wahlzeitraums, obwohl die Ermittlungen nach Angaben der Behörden weiterhin andauern. Dies gibt Anlass zu weitergehenden Bedenken hinsichtlich willkürlicher Inhaftierungen, mangelnder rechtsstaatlicher Verfahren sowie möglicher Verstöße gegen internationale Standards für faire Gerichtsverfahren.